Wenn man plötzlich nicht mehr dazu gehört – für mehr Achtung & Respekt im Miteinander

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Die Definition eines „guten Bürgers“ hat sich im letzten Jahr verändert. Laut Radionachrichten weiß jeder, dass ein „guter Bürger“ sich an die AHA-Regeln hält: Abstand, Hygiene und Maske. Jetzt kommt noch die soziale Verantwortung mit der Impfung dazu.

Mit meinem Immunsystem kann ich die Maske nur kurz und im Notfall tragen. Das Risiko einer Impfung werde ich nicht eingehen. Mit den Einschränkungen versuche ich klarzukommen, wie viele andere auch. Was noch auf mich zukommen wird? Ich werde es sehen und dann entscheiden, wie es für mich weitergeht.

Womit ich nur schwer zurechtkomme, sind die fehlende Achtung und der Respekt. Ob ich zu empfindlich bin? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Hier kann sich jeder selbst eine Meinung bilden und sich die Gesichter zwischen abschätzend und böse dazu vorstellen:

„Menschen, die keine Maske tragen, sind böse Menschen, Unmenschen, eigentlich verdienen sie es gar nicht, als Mensch bezeichnet zu werden. Sie sind Tiere…“

„Wie kommen Sie überhaupt auf die Idee einen ICE zu nutzen, wenn Sie keine Maske tragen können? Bleiben Sie doch Zuhause!“ (ICE-Personal)

„Was passiert, wenn wir Ihnen eine Maske aufsetzen?“ (Polizei Hamburg)

„Die ärztliche Bescheinigung ist nicht korrekt, da fehlen…“ (ICE-Personal, Polizei Hamburg)

„Es ist uns egal. Sie müssen trotzdem eine Maske aufsetzen.“ (ICE-Personal, IKEA)

„Sie sind ruhig geblieben, deswegen lassen wir Sie jetzt gehen. Kommen Sie uns nicht nochmal unter die Augen.“ (Polizei Hamburg)

„Sie sind eine Gefahr für Ihre Mitmenschen.“ (ICE-Personal)

„Wegen denen haben wir immer noch die ganzen Einschränkungen und steigenden Zahlen“

„Sie hatten schon Covid? Dann kann ich es aushalten, wenn Sie ohne Maske hier sitzen.“

„Jeder kann eine Maske tragen, ich trag sie ja auch.“

„Sie machen mich krank.“

„So eine Bescheinigung kann sich ja jeder im Internet ausdrucken.“ (ICE-Personal)

„Wir müssen zusehen, wie wir die anderen vor Ihnen schützen.“ (ICE-Personal)

„Ärztliche Attests braucht niemand. Eine Maske ist doch überhaupt nicht schlimm.“

„Dann lass doch jemand anderen für dich einkaufen oder bestelle.“

Diese Liste lässt sich beliebig fortführen.

Ich bin jedes Mal froh, wenn ich auf Menschen treffe, die anders sind. Mit Respekt, Achtung, Verständnis für einander und einem freundlichen Miteinander kommen wir auch gut durch diese Zeit,

Ihre Ute Winkler