Nach der Sprachlosigkeit kommen die Fragen

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Die letzten Wochen sind und waren anstrengend. Auch heute warten viele darauf, was noch auf sie zukommt. Menschen, die einfach nicht mehr zur Gesellschaft gehören, weil sie darauf bestehen, dass sie selbst entscheiden, ob sie sich eine Spritze mit einem Medikament geben, dass eine vorläufige Zulassung hat. Sie werden „Ungeimpfte“ genannt.

Ich habe selten erlebt, dass in der Öffentlichkeit so abfällig über Menschen gesprochen wurde. Das es schon immer eine kleine Gruppe zu geben scheint, die für allerlei als Sündenbock herhalten musste, das ist aus der Geschichte bekannt. Doch darum geht es hier nicht.

Aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass es viele Menschen gibt, die keinen Unterschied machen. Und damit meine ich nicht die, welche „tolerant akzeptieren, dass man sich gegen die Spritze entscheidet, aber…“ dann geht der Versuch los, die Meinung doch noch zu ändern. Und dann irgendwann der Rat: „Impf dich doch einfach, man muss auch etwas tun, damit man zur Gesellschaft gehört, das war schon immer so.“

Aus meinen Praxis- und Bekanntenumfeld weiß ich, dass es im Moment für Ungeimpfte ganz andere Fragen gibt:

  1. Warum wird der chinesische Totimpfstoff von Sinovac nicht anerkannt?
  2. Was kommt als nächstes auf uns zu? (kein Restaurant, keine Großveranstaltungen, kein Hotel, kein Kino, kein Shoppen, keine Sporthalle oder Fitnesscenter, tägliche Testpflicht, Kontaktbeschränkungen – unabhängig von Inzidenzen?)

Vieles leben wir schon automatisch. Da Geimpfte auch ansteckend sein können, meide ich Großveranstaltungen, Kino oder Restaurantbesuche. Draußen essen ist ab Frühjahr bestimmt wieder möglich. Und ansonsten habe ich mich schon allein wegen der ganzen Diskussionen privat sehr zurückgezogen. Und Flugreisen ins Ausland – kann ich mir grad eh nicht vorstellen.

Aber jetzt soll die Impfpflicht kommen. Wie soll das aussehen? Wie in Österreich? Nun da sind (nicht nur) für mich andere Fragen dazugekommen:

  1. Wer wird entscheiden bei Menschen mit Vorerkrankungen, ob sie verpflichtet werden, sich trotzdem zu impfen? Wie lange gilt eine evtl. Befreiung? Oder beginnt der Psychokrieg alle sechs Monate neu?
  2. Wird es für mich möglich sein, weiter in Deutschland zu bleiben? Wenn nein, welches Land nimmt Menschen wie mich dann auf?
  3. Werde ich noch arbeiten dürfen?
  4. Oder bleibe ich in Deutschland und trete regelmäßig meine Haftstrafe an? Da ich nicht vorhabe, mich freizukaufen?
  5. Ist Kost und Logis frei in der Haftanstalt?
  6. Was wird in der Zeit aus Wohnung und Praxis? Miete ich unter?

Fast alle kennen Menschen, denen es mit Corona schlecht ging oder die sogar gestorben sind. Fast alle kennen Menschen, denen es mit der Impfung schlecht ging und einige leider auch welche, die wegen der Impfung gestorben sind. Bei letzteren wird nur die Impfung als Mitursache des Todes selten zugegeben.

Es wird Zeit, dass wir gemeinsam Lösungen suchen und finden.

Es wird Zeit, dass wir wieder miteinander reden – ohne Vorwürfe und Missachtung.

Es wird Zeit, dass auch Ärzte und Wissenschaftler gehört werden, die sich kritisch mit der heutigen Politik auseinandersetzen.

Es wird Zeit, dass Ärzte, Apotheker, Wissenschaftler andere Meinungen vertreten dürfen, Atteste ausstellen (Ärzte) und Impfnebenwirkungen melden dürfen, ohne Gefahr zu laufen, dafür abgemahnt oder öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.

Es wird Zeit, dass Prominente, welche sich gegen eine Impfung entschieden haben, nicht weiter verunglimpft und (wahrscheinlich nicht nur) öffentlich unter Druck gesetzt werden, sich anders zu entscheiden.

Glauben wirklich Menschen, dass es hierbei noch um unsere Gesundheit geht? Und alles wieder gut wird, wenn nur 100 Prozent geimpft sind?

Helft alle mit! Nur gemeinsam holen wir uns ein Leben ohne Einschränkungen mit allen Emotionen zurück: Spaß, Lachen, Freude, Liebe, Ärger, Trauer, Weinen, Entdecken, Genießen, Sport, Lernen … – einfach für- und miteinander da sein.

nachdenkliche und hoffnungsvolle Grüße

Ute Winkler